Programm und Ergebnisse vom Bundestreffen der Tauschsysteme in Karlsruhe
Freitag, 20:00h: Eröffnungsvorträge
| Nr |
Referent, Organisation |
Thema / Titel |
Status |
| 1 |
Regine Hildebrandt, Berlin
ehem. Sozialministerin in Brandenburg |
Tauschringe -
ein Markt neben der "Marktwirtschaft"
In der Marktwirtschaft gilt die Regel: "Wer nichts hat,
der ist auch nichts wert". Die Folge ist soziale Ausgrenzung.
Es ist zutiefst inhuman, den Wert eines Menschen allein
an seiner ökonomischen Leistungsfähigkeit zu messen - außerdem
ist es falsch.
Tauschringe helfen hier in mehrfacher Hinsicht weiter:
zum einen kann sich auch der etwas "leisten", der nur wenig Geld hat. Zum
zweiten kann sich beispielsweise ein Arbeitsloder oder Sozialhilfeempfänger
selbst beweisen, daß er durchaus etwas leisten kann. Und zum dritten
sind Tauschringe auf Kommunikation und Zusammenarbeit angelegt, sie bewirken
soziale Integration der Teilnehmer. |
Fr 20:15
Scenario |
| 2 |
Dr. Hugo Godschalk
Paysys Frankfurt |
Lokale Nebenwährungen; Chancen
und Perspektiven im vereinten Euro-Europa
E-Geld-Revolution, Aktuelle Beispiele lokaler Währungen
im Einzelhandel auf Chipkarten; Privatwährungen im Internet; legale
Stolpersteine; Perspektiven für Tauschringe |
Fr 20:45
Scenario |
| 3 |
Dr. Monika Schillat
TU Berlin |
Tauschringe als
innovative Kraft im 3. System |
Fr 21:15
Scenario |
Themenschwerpunkte
1. Lokale Ökonomie im vereinten Europa
Welche Möglichkeiten erwachsen aus den lokalen Nebenwährungen
der Tauschsysteme im vereinten Euro-Europa?
Welche Rolle haben Tauschringe im Prozeß der Agenda
21?
2. Bewertung der
Arbeit im sozialen Miteinander
Die klassische Lohn-Arbeitsgesellschaft mit "Vollbeschäftigung"
ist nicht mehr erreichbar. Gleichzeitig nimmt
die täglich zu verrichtende Arbeit weiter zu. Unbezahlte
Arbeit ist nach wie vor schlechter angesehen.
Welchen sozialpolitischen Entwicklungen wird durch die
Tauschsysteme Vorschub geleistet?
Welche anderen Wertsysteme können in Tauschringen
erfahren und ausprobiert werden?
3. Womit sind
wir angetreten? Was geht gemeinsam weiter?
Das Selbstverständnis der Tauschringe:
Wir möchten Positionen
der Tauschsysteme bestimmen, die uns in der politischen und gesellschaftlichen
Auseinandersetzung mehr Kraft geben. Dabei geht es u.a.
um Begriffsbestimmungen.
- Welchen Ökonomiebegriff haben Tauschsysteme, wo
sind die Unterschiede zur "normalen" Ökonomie?
- Was ist sozial an Tauschsystemen?
- Wie schätzen wir die Tauschring-Bewegung ein im
Verhältnis zu anderen (sozialen) Bewegungen?
- Wo sind unsere Schnittstellen zu anderen sozialen Bewegungen?
- Was sind unsere Stärken und was sind unsere Schwächen?
- Wie soll unsere bisherige föderale Organisationsstruktur
auf Bundesebene weiterentwickelt werden?
- Was kann auf Tauschring-Bundestreffen beschlossen werden?
- Wie sieht ein erfolgreicher "Tauschkodex" aus? Was
sind Grundforderungen an Tauschethik und Tauschökonomie?
Die Fragestellungen zu diesem Themenbereich sollen bis
zum Bundestreffen noch konkretisiert werden, um sinnlose Diskussionen zu
vermeiden. Der Letzte Stand in Rostock war ein Positionspapier
der BAG.
| Nr |
Referent, Organisation |
Thema / Titel |
Status |
| 3.1 |
Elisabeth Hollerbach,
Tauschforum München |
"Zukunftswerkstatt"
Tauschen
als neue Lebenshaltung, Ergebnisprotokoll |
Sa 11:30 |
| 3.2 |
Sabine Wacker, Heidelberg |
Das Selbstverständnis
der Tauschringe im Boom lokaler Netzwerke., Ergebnisprotokoll |
Sa 15:00 |
| 3.3 |
Dr. Regine Deschle, Rostock |
Bundestreffen
- Was soll's? - Ziele, Inhalte, Struktur von Bundestreffen, Ergebnisprotokoll |
Sa 9:30 |
| 3.4 |
Helfried Lohmann, Karlsruhe |
Weiterentwicklung der föderalen Organisationsstruktur
der Tauschringe auf Bundesebene, Ergebnisse
(aktuell) |
So 9:30 |
| 3.5 |
Helfried Lohmann, Karlsruhe |
Womit sind wir
angetreten? Was geht gemeinsam weiter? |
Diskussion |
| 3.6 |
Helfried Lohmann, Karlsruhe |
Eigenverantwortung
und soziales Engagement |
Diskussion |
4. Tauschring-Praxis
Natürlich soll es auch wieder Arbeitsgruppen zu den
"Dauerthemen" der Tauschring-Szene geben (Vernetzung, Gründung, rechtliche
Situation usw.).
| Nr |
Referent, Organisation |
Thema / Titel |
Status |
| 4.1 |
Klaus Kleffmann, Osnabrück, Tauschring-Archiv |
Überregionaler Tausch, Ressourcen-Tauschring |
Sa 15:00 |
| 4.2 |
Stefan Purwin, Berlin/ Kreuzberg |
Zur Rechtslage der
Tauschringe, Ergebnisprotokoll
Was sagen Finanz-, Arbeits- und Sozialamt zum Ringtausch? |
Sa 9:30 |
| 4.3 |
Ursula Kisse, Hamburg-Nord |
Öffentlichkeitsarbeit - ausgefallen |
Vorschlag |
| 4.4 |
? |
Konfliktlösung in Tauschringen - ausgefallen |
Vorschlag |
| 4.5 |
? |
Büroorganisation: Kostenkalkulation und Abrechnung,
Software, Internet-Kommunikation - ausgefallen |
Vorschlag |
| 4.6 |
Klaus Kleffmann, Osnabrück |
Literatur und
wissenschaftliche Arbeiten über Tauschringe |
Sa 15:00 |
| 4.7 |
Norbert Baier, Freiburg |
Gewerbe in Tauschringen,
Ergebnisprotokoll |
So 9:00 |
| 4.8 |
Dr. Regine Deschle, Rostock |
Tauschkonten
- Anreiz und Bremse beim Tauschen
Wie gehen wir mit hohen und niedrigen Kontoständen
um?
Was machen wir mit unserem Sammelkonto? Ergebnisprotokoll |
Sa 11:30 |
| 4.9 |
Dietzenbach |
Senioren-Selbsthilfe - ausgefallen |
So 9:00 |
| 4.10 |
Helge Ruben, Bremen |
Tauschring-Verwaltungssoftware
- ausgefallen |
Vorschlag |
| 4.11 |
Ursula Kisse, Hamburg-Nord |
Wie gründe ich einen Tauschring (hat stattgefunden) |
So 9:00 |
| 4.12 |
Wolfgang Almenritter, Flensburg |
Ein Vorschlag zur Gewerbeintegration
- Ergebnisprotokoll |
Vorschlag |
| 4.13 |
Sabine Wacker, Heidelberg |
Zusammenarbeit mit Initiativen, Institutionen und Behörden-
Ergebnisprotokoll |
Sa 9:00 |
| 4.14 |
Helfried Lohmann |
Auswertung des Fragebogens
zur TR-Entwicklung - Ergebnisse |
Sa 17:00 |
5. Sonstige
Themen
6. Professionelle Schulungsangebote auf Talent-Basis
Am Freitag vor Beginn der Tagung von 11:00 bis 16:00 Uhr
möchten wir verschiedene Schulungen anbieten. Von professionellen
Tauschring-Mitgliedern auf Tauschbasis mit Themen, die für Tauschring-Mitglieder
und Freunde interessant sein können.
Wenn die Themen auch als berufliche Weiterbildung interessant
sind, können sich einige schon eher treffen und mit gutem Gewissen
einen Tag Bildungsurlaub und evtl. sogar Fahrtkostenzuschüsse ihrer
Arbeitgeber mitnehmen.
Nachbearbeitung, Ergebnisprotokolle 5.2.2001, Helfried Lohmann
|