Das Selbstverständnis der Tauschringe im Boom
lokaler Netzwerke
Auf lokaler Ebene werden die Folgen des gesellschaftlichen und sozialen
Auseinanderdriftens zwischen denen, die oben schwimmen und dazu gehören
und den anderen, die überwiegend "zugucken" dürfen, immer krasser.
Zunehmende Arbeitslosigkeit und berufliche "Nicht-Perspektive" für
Jugendliche wie auch für AkademikerInnen führen zu einem "Boom"
des "Dritten Sektors", d.h. von "Nonprofit-Organisationen", die weder Marktunternehmen
noch Staat sind. Allein im Heidelberger Selbsthilfe- und Projektebüro
tummeln sich über 350 Projekt- bzw. Selbsthilfegruppen. Von Landesseite
anfangs stark unterstützt rollt seit ca. 2 Jahren die Welle des "Freiwilligen
bürgenschaftlichen Engagements" über baden-württembergische
Kommunen. Daneben gibt es etliche Beschäftigungsgesellschaften und
Verbände, Vereine und Gruppierungen, die alle "teilhaben bzw. dabei
sein wollen" am gesellschaftlichen, am sozialen und oft auch am monetären
Leben.
Bei zunehmender Finanznot und Personalknappheit im 1., 2. und staatlichen
Sektor stellt sich neuerdings für selbstorganisierte Gruppen - wie
der Tauschring - die Gefahr, von anderen instrumentalisiert zu werden.
Die Frage
des Gebens und Nehmens muss hier jedesmal neu definiert / gefunden
werden: Was dient der Sache und den MitgliederInnen sowie der positiven
Entwicklung des lokalen Tauschringes, was hemmt die Freiheit? Letztlich
bis hin zu der Frage und der damit verbundenen Gefahr: "Wo fängt möglicherweise
ein
Mißbrauch / die Fremdbestimmung an" ?
In der Arbeitsgruppe soll hierzu diskutiert werden, wobei gemeinsam
herausgefunden werden soll, wie man am geschicktesten damit umgeht, welche
Verhaltsenweisen für die weitere Zukunft ratsam sind.
Das wär's.
Grüsse, Sabine Wacker
Mail 19.9.00 "Wacker, Sabine" <WackerS@Heidelberg.de>
Hallo Helfried und die anderen,
bis gestern war ich in Urlaub.
Meine Antwort - hoffentlich noch nicht / oder vielleicht doch schon
zu spät
- deshal in aller Kürze:
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