Bundestreffen der Tauschsysteme, 29.9. -
1.10.2000 in Karlsruhe
Ergebnisprotokoll
Leitung:
Protokollführung:
Anwesende:
Potentiale des TR-Prinzips zur Schaffung von Arbeit
(Dr. Monika Schillat):
Entlang dem von der IFG Lokale Ökonomie an der TU Berlin entwickelten
Modell : Entwicklungsperspektiven des 3. Sektors (siehe Grafik im Rostocker
Reader S. 81/82 ® 4. Bundestreffen der Tauschringe
1999) wurde über mögliche Beschäftigungsfelder auf der lokalen
Ebene diskutiert:
® Verbesserung der Wohnqualität
(Verschönerung, Reparaturen)
® kleinräumige technische Systeme
®
Energie, Verkehr, Ver- Entsorgung
® Förderung der lokalen Kultur
® Naherholung / Freizeitgestaltung
® Umweltreparatur / - prävention
® kommunale Infrastruktur
Von der EU-Kommission wurde bereits 1995, in einer Studie in allen EU-Ländern
19 Bereiche evaluiert, für die sich ideale Beschäftigungsinitiativen
anbieten.
Es wurde auch diskutiert, daß es in TR Angebote und Nachfragen
gibt die nicht adäquat befriedigt werden können (z.B. Kinderbetreuung,
Altenbetreuung, Computeranwendung) die externalisiert werden müssen
/ könnten. Solche Dienste, aber auch bestimmte (kleine) Handwerksleistungen
lassen sich aber entweder nicht profitabel kommerzialisieren oder / und
können von einer bestimmen Klientel nicht nach Marktpreisen bezahlt
werden.
® Es wurde die Frage diskutiert, welche
Möglichkeiten es geben könnte diese Bedürfnisse "bezahlbar"
und in der nachgefragten Qualität zu befriedigen, auch außerhalb
von Tauschring.
· Welche Finanzierungsformen bieten
sich an?
-
der Arbeitszeittausch über TR / LETS / Time Dollar Systeme
-
Die Investition von zunächst unbezahlter Arbeit mit dem Ziel der Entwicklung
von Projekten, die später eine dauerhafte bezahlte Beschäftigung
erlaubt.
· Welche Unternehmensformen wären
dazu erforderlich?
® Soziale Betriebe
® Sozialgenossenschaften
® Stadtteilbetriebe
· Welchen Beitrag könnte TR leisten?
® Projekte entwickeln:
z.B. Nachbarschaftshilfewerkstätten / Selbsthilfewerkstätten
mit verschiedenen Bereichen:
® Holz- / Metallbearbeitung
® Fahrradreparatur
® Multimedia
® Nähwerkstatt
z.B. mit Vereinen / gemeinnützigen Einrichtungen
einen lokale / stadtteilbezogenen Ressourcentauschring einrichten
mit dessen Hilfe diese Einrichtungen Geld sparen und das gesparte Geld
in die Schaffung zusätzlicher Arbeit investieren, durch Projekte,
die auch Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit am Markt erzielen
und mindestens den größten Teil der Kosten decken.
Nachdenken müsste man auch über Finanzierungsinstrumente, die
z.B. in GB entwickelt sind und die Gemeinwesenökonomie befördern
( Datenbank dazu ab Mitte Okt. im Web unter: www.todsforcommunityregeneration.org.uk)
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