Kulturzentrum Tempel, Bau IIOrganisatorischesReaderProgrammHomepage

Begrüßung


Liebe Tauschfreunde aus Deutschland, dem Ausland und liebe Gäste,

Sie sind aus allen Himmelsrichtungen zu diesem Bundestreffen nach Karlsruhe gekommen und haben lange Wege auf sich genommen.

Dafür möchten wir uns bei Ihnen bedanken und Sie herzlich Willkommen heißen hier in Karlsruhe im Kulturzentrum Tempel.

Ich möchte kurz auf dieses Haus eingehen:

Es wurde 1771 von Prinz Wilhelm Ludwig von Baden-Baden,

der Bruder des späteren Grossherzogs Karl-Friedrich, erbaut und war eine ehemalige Brauerei. Drastische Neu- und Umbauarbeiten in der Vergangenheit führten zum heutigen Erscheinungsbild.

Eine Art "Hollywood-Fassade erweckt aussen den Eindruck einer alten Burg, während im Inneren ziemlich nüchtern Produktionsbedingungen erfüllt wurden. 1984 übernahm der Kulturverein Tempel e.V dieses Gebäude und so lange bauen ein paar Idealisten diese ehemalige Brauerei aus und auf.

Ca. 50 Mietergruppen nutzen dieses Haus für ihre Veranstaltungen, wie z.B. für Theater, Musikveranstaltungen, Ausstellungen, Feten, Gespräche u.v.m.

Der Kulturverein sowie die Mieter haben uns dieses Haus für die Zeit unserer Veranstaltung kostenlos oder auf Tauschbasis zur Verfügung gestellt

und viele viele Hände haben in den letzten Wochen und Monaten unter erschwerten Bedingungen versucht die Räumlichkeiten speziell für unsere Veranstaltung zu gestalten. Auch hierfür möchten wir allen Beteiligten, die an

der Organisation beteiligt waren und noch sind Unseren Dank aussprechen.

Jetzt können wir dieses Haus mit Leben füllen, um uns auszutoben, auszutauschen, näher kennenzulernen, Probleme zu wälzen und hoffentlich auch zu beseitigen, und um zu konstruktiven Ergebnissen zu kommen aber sicher auch zu viel Freude und Spaß.

Wir glauben: Es gibt viel zu tun! In der Tauschringlandschaft.......................... packen wir es gemeinsam an!

Da sich im letzten Jahr einiges angesammelt und angestaut hat, sollten wir diese Tage kontruktiv dazu nutzen, all das Unausgesprochene offen auszusprechen , damit die bereits in München und zuletzt in Rostock gewünschte gemeinsame Plattform der Tauschringe, Bestand erhält .

Wir haben ein breites Programm mit praktischen und theoretischen Themen anzubieten, aber auch ein buntes Kulturprogramm mit vielen Möglichkeiten, uns näher kennenzulernen uns auszutauschen und das soziale Netz zu stärken.

Unsere Schwerpunktthemen sind:

Lokale Ökonomie in vereinten Euro-Europa

Unsere Fragen hierzu sind:

Welche Möglichkeiten erwachsen aus den lokalen Nebenwährungen der Tauschsysteme im vereinten Euro-Europa und

Welche Rolle haben Tauschringe im Prozeß der Agenda 21

An dieser Stelle möchte ich ganz besonders unsere ausländischen Gäste begrüßen

Aus Italien

[Ute Annaker und Pantaleo Rizzo begrüßen),

aus Süd-Amerika

(Rebecca und Mauricio Wild aus Ecuador)

aus Frankreich

( Marieange Dumas)

die uns morgen berichten, wie es im Ausland aussieht. Wir freuen uns darauf.

Bewertung der Arbeit im sozialen Miteinander

Die klassische Lohn-Arbeitsgesellschaft mit "Vollbeschäftigung" ist nicht mehr erreichbar. Gleichzeitig nimmt die täglich zu verrichtende Arbeit zu. Unbezahlte Arbeit wird nach wie vor schlechter angesehen.

Unsere Fragen richten wir an:

Regine Hildebrand

Welchen sozialpolitischen Entwicklungen wird durch die Tauschsysteme Vorschub geleistet? Und an

Monika Schillat

Welche anderen Wertesysteme können in Tauschringen erfahren und ausprobiert werden?

Womit sind wir angetreten? Was geht gemeinsam weiter?

Wir möchten gemeinsam mit Euch Positionen der Tauschsysteme bestimmen, die uns in der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung mehr Kraft geben. Hierbei geht es um Begriffsbestimmungen, wie z.B.

Welchen Ökonomiebegriff haben Tauschsysteme und wo sind die Unterschiede zur "normalen Ökonomie"

(Diese Frage richten wir an Monika Schillat)

Die weiteren von uns entwickelten Fragen werden wir in die jeweiligen Arbeitsgruppen zu den entsprechenden Beiträgen geben und die Referentinnen/Referenten die Antworten festzuhalten, damit am Ende unserer Veranstaltung Eure und unsere Antworten für Alle ein Erkenntnisgewinn sind.

Tauschring-Praxis

Auch zu den Praxisthemen haben wir einiges anzubieten, wie z.B.

Vernetzung, Gründung und rechtliche Situation der Tauschringe.
 
 

Wir wünschen uns, dass in diesen 3 Tagen in allen Veranstaltungen

Ideen, eingereichte , mitgebrachte Fragestellungen und Vorschläge aufgearbeitet werden, die eine gemeinsame und zufriedenstellende weitere Zusammenarbeit gewährleisten.

Alle diese Ergebnisse werden bekanntgegeben und die festgelegten Aufgabenverteilungen auf Bundesebene sollten am Sonntag im

Abschlußplenum beschlossen werden.

Unsere Ziele sind: Die förderale Organisation der Tauschringe zu beschließen

Ein soziales Netz auszubauen und zu stärken

Keinen Bundescoach aber eine Bundesvermitllungsstelle einzurichten, die Kontakt zu allen Verantwortlichen auf Bundesebene hält

u.v.m.

Diese Themen werden wir in den nächsten 2 Tagen ausführlich behandeln.

Für den heutigen Abend freuen wir uns mit Euch auf die Eröffnungsvorträge:

Hierzu danken wir Frau Hildebrand, Monika Schillat und Hugo Gottschalk für ihr Kommen.

Ihre Themen sind:

1. Frau Regine Hildebrand , ehemalige Sozialministerin in Brandenburg und jetzt Mitglied des Bundesvorstandes der SPD

Tauschringe ein Markt neben der Marktwirtschaft.

Sie bestätigt, dass in der Marktwirtschaft die Regel gilt: "Wer nichts hat, der ist auch nichts wert". Die Folge ist soziale Ausgrenzung.

Hier setzt bereits die Hilfe der lokalen Tauschringe ein, denn sie erleichtern ökonomische Aktivität und schaffen Marktzugänge, auch wenn kein oder wenig Geld zur Verfügung steht. Sie fördern Kooperation und Hilfe auf Gegenseitigkeit im Stadtteil und Gemeinwesen und bewirken somit soziale Integration.

2. Dr. Hugo Gottschalk von der Fa. Paysys in Frankfurt und Mitbegründer eines Tauschringes in Frankfurt.

Sein Thema lautet: Lokale Nebenwährungen "Chancen und Perpektiven im vereinten Euro-Europa.
 
 
 
 

3. Frau Dr. Monika Schillat zum Thema

Tauschringe als innovative Kraft im 3. System

Sie wird uns auf die Fragen antworten:

Wie kommen Tauschringe aus ihrer Privatheit heraus und wie kommen sie wirklich in die lokale Gesellschaft.

Wie kann ihre marginale Bedeutung aufgebrochen werden.

Wie kann man mit Hilfe von Tauschringen dazu beitragen, zusätzliche Erwerbsarbeit zu schaffen und so sozialer Ausgrenzung zu begegnen.

Wir werden alle 3 Vorträge hintereinander hören und im Anschluß – so gegen 21.45 Uhr in die Diskussionrunden einsteigen.

Alle organisatorische Hinweise auf Samstag und Sonntag werden wir morgen früh um 9 Uhr ( im Scenario (Plenarsaal) bekanntgeben und außerdem am schwarzen Brett im Eingangsbereich aushängen.

Ich darf jetzt Frau Regine Hilldebrand bitten mit ihrem Vortrag zu beginnen

Und wünsche uns allen einen interessanten und schönen Abend!
 

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